Preisauszeichner & Drucker – Typen, Unterschiede und Einsatzbereiche erklärt
Wer Waren kennzeichnen möchte, hat die Wahl zwischen verschiedenen Auszeichnungssystemen: vom handlichen Preisauszeichner bis zum digitalen Etikettendrucker. Beide Systemklassen lösen dieselbe Aufgabe – Waren mit Preisen und Informationen versehen –, unterscheiden sich aber grundlegend in Technik, Flexibilität und Einsatzbereich. Dieser Ratgeber hilft Ihnen, das richtige System zu wählen.
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Handetikettierer: Mechanisch und direkt
Wie ein Handetikettierer funktioniert
Ein Preisauszeichner arbeitet nach einem rein mechanischen Prinzip. Durch das Zusammendrücken beider Griffe wird der innenliegende Mechanismus ausgelöst: Die Farbwalze rollt über die eingestellten Typenräder, bedruckt das Etikett und der Etikettenvorschub schiebt das nächste Etikett nach. Mit einer einfachen Handbewegung wird das Etikett auf das Produkt aufgebracht – ohne Strom, ohne Computer.
Wo Handetikettierer ihre Stärken haben
Im Einzelhandel, an Frischwaretheken und überall dort, wo täglich viele Artikel schnell ausgezeichnet werden müssen, überzeugen Preisauszeichner durch ihre Effizienz. Sie sind sofort einsatzbereit, platzsparend und robust im Dauerbetrieb.
Etikettendrucker: Digital und flexibel
Thermodirekt und Thermotransfer im Vergleich
Etikettendrucker erzeugen das Druckbild auf zwei Wegen: Thermodirektdrucker nutzen Wärme direkt auf dem Etikett – günstig im Betrieb, aber empfindlich gegenüber Licht und Wärme. Thermotransferdrucker schmelzen Tinte von einem Farbband auf das Etikett – langlebiger und für anspruchsvolle Umgebungen geeignet.
Wann lohnt sich ein Etikettendrucker?
Sobald Etiketten individuelle Daten wie Barcodes, Artikelnummern oder variable Texte enthalten sollen, ist ein Etikettendrucker die richtige Lösung. Handetikettierer eignen sich dagegen für standardisierte Preis- und Datumsfelder.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Hauptunterschied zwischen einem Preisauszeichner und einem Etikettendrucker?
Preisauszeichner sind mechanische Handgeräte, die auf Rollenetiketten vordefinierte Felder bedrucken. Etikettendrucker sind digitale Geräte, mit denen sich beliebige Inhalte – Barcodes, Logos, variable Texte – auf Etiketten ausgeben lassen.
Für welche Betriebe eignet sich ein Preisauszeichner am besten?
Für Supermärkte, Bäckereien, Metzgereien, Kioske und jeden Handelsbetrieb, der täglich viele Artikel schnell und unkompliziert auszeichnen muss. Kein Stromanschluss, keine Software nötig.
Ab wann sollte ich über einen Etikettendrucker nachdenken?
Sobald Sie Barcodes, Logos oder stark variierende Texte benötigen oder wenn Etiketten beständig gegen Feuchtigkeit, Hitze oder chemische Einflüsse sein müssen.
Kann ich beide Systeme parallel betreiben?
Ja – das ist in der Praxis häufig. Der Preisauszeichner übernimmt die tägliche Preisauszeichnung, der Etikettendrucker produziert Spezialtiketten für Logistik, Barcoding oder Aussenanwendungen.
Was sind die laufenden Kosten bei einem Preisauszeichner?
Verbrauchsmaterial sind Etikettenrollen und Farbrollen. Beide sind vergleichsweise günstig und einfach zu wechseln. Farbrollen müssen je nach Nutzungsintensität regelmässig ausgetauscht werden.