Etiketten – Der Ratgeber für die richtige Labelwahl

Etiketten erfüllen im Handel und in der Industrie eine Vielzahl von Aufgaben: Preisauszeichnung, Produktkennzeichnung, Lagerorganisation, Rückverfolgbarkeit. Jede Anforderung stellt andere Ansprüche an Material, Klebstoff und Druckverfahren. Dieser Ratgeber gibt einen Überblick über die wichtigsten Etikettentypen und ihre Einsatzbereiche.

Etiketten nach Druckverfahren

Thermodirekt- und Thermotransferetiketten

Thermoetiketten reagieren direkt auf Wärme und erzeugen so ein Druckbild. Sie sind kostengünstig und einfach im Betrieb, aber empfindlich gegenüber Licht, Wärme und Chemikalien. Thermotransferetiketten werden mit einem Farbband bedruckt und bieten deutlich höhere Beständigkeit – ideal für Aussen- und Industrieanwendungen.

Folienetiketten für anspruchsvolle Umgebungen

PP- und PE-Folienetiketten sind wasserfest, reissfest und beständig gegen Feuchtigkeit und viele Chemikalien. Sie kommen überall dort zum Einsatz, wo Papieretiketten versagen würden: in der Kühlkette, im Nassbereich oder bei der Aussenbestückung.

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Etiketten nach Anwendung

Preis-, Produkt- und Logistiketiketten

Je nach Aufgabe braucht ein Etikett unterschiedliche Eigenschaften: Preisetiketten müssen gut lesbar und einfach anbringbar sein; Logistiketiketten benötigen oft Barcodes und hohe Scann-Zuverlässigkeit; Hygieneetiketten müssen lebensmittelkontaktgeeignet sein.

Sonderlabels: HACCP, Tiefkühl, Waage

Für Spezialanwendungen gibt es angepasste Etikettentypen – HACCP-Etiketten für die Lebensmittelsicherheit, Tiefkühletiketten für den Gefrierschrank, Waageetiketten für die Integration in Wiegesysteme.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Thermodirektetiketten reagieren direkt auf Wärme und benötigen kein Farbband – günstiger, aber weniger beständig. Thermotransferetiketten werden mit Farbband bedruckt und sind deutlich langlebiger.

Je nach Anforderung: Thermoetiketten für kurzlebige Preisangaben, HACCP-Etiketten für die Kennzeichnung von Lagerware, Waageetiketten für den Einsatz an Wiegetheken. Lebensmittelkontakt-Eignung immer prüfen.

Linerlose Etiketten haben kein Trägerpapier (Liner). Das reduziert Abfall und Material, erfordert aber spezielle Drucker und eine andere Lagerhaltung.

Ja – mit dem richtigen Klebstoff. Auf schwer benetzbare Kunststoffe wie PE oder PP sind Spezialkleber nötig; Standardkleber haften auf diesen Oberflächen schlecht.

Überall dort, wo Wasser, Feuchtigkeit, Öl, Chemikalien oder mechanische Belastung das Etikett beschädigen könnten. Folienetiketten sind teurer, aber für anspruchsvolle Umgebungen unerlässlich.

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