Thermodirektetiketten auf Rolle – Material, Aufbau und Einsatzbereiche
Thermodirektetiketten auf Rolle sind die meistverwendeten Etiketten im Handelsbetrieb. Sie benötigen kein Farbband, sind in grossen Stückzahlen günstig verfügbar und funktionieren in jedem Thermodirektdrucker ohne Zusatzkonfiguration. Dieser Ratgeber erklärt den Aufbau und was bei der Auswahl zu beachten ist.
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Materialaufbau und Spezifikationen
Papiersubstrat und thermoreaktive Beschichtung
Thermodirektetiketten auf Rolle bestehen aus einem Papierträger (typischerweise 70 g/m²) mit einer thermoreaktiven Beschichtung, die beim Kontakt mit dem erhitzten Druckkopf ein schwarzes Druckbild erzeugt. Die Etiketten sind BPA-frei und mit einem Acrylatklebstoff ausgestattet. Rollenkerne sind in den Standardmassen 25,40 mm und 76 mm erhältlich; die Stückzahl je Rolle variiert je nach Format.
Klebstoffarten
Der Standardklebstoff (Acrylat) haftet zuverlässig auf den meisten glatten Oberflächen. Für besondere Anforderungen – Tiefkühl, raue Oberflächen, temporäre Haftung – gibt es spezialisierte Klebstoffvarianten.
Einsatzbereiche und Grenzen
Stärken im Kurzzeitbereich
Thermodirektetiketten sind für kurzlebige Anwendungen optimal: Preisschilder, Versandetiketten, Quittungen, Kassenzettel. Ihre günstige Herstellung und einfache Verarbeitung machen sie zum Standardmedium im Handel.
Grenzen: Empfindlichkeit gegen äussere Einflüsse
Direkte Sonneneinstrahlung, hohe Temperaturen oder Kontakt mit Fetten und Alkoholen können das Druckbild beeinträchtigen und das Etikett verfärben. Für Langzeitetiketten oder Aussenanwendungen sind Thermotransfer- oder Folienetiketten besser geeignet.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum verfärben sich Thermodirektetiketten nach einigen Wochen gelb oder dunkel?
Eignen sich Thermodirektetiketten für die Lebensmittelkennzeichnung?
Für kurzfristige Kennzeichnungen an der Theke (Preis, Produktionsdatum) ja. Für Langzeitlagerung oder Aussenanwendungen sind widerstandsfähigere Etiketten empfehlenswert.
Was bedeutet «BPA-frei» bei Thermoetiketten?
Bisphenol A (BPA) wurde früher in thermoreaktiven Beschichtungen verwendet, ist aber gesundheitlich bedenklich. BPA-freie Etiketten verwenden alternative Chemikalien und sind für den Lebensmittelbereich sicherer.
Wie viele Etiketten sind auf einer Rolle?
Das hängt vom Format und Rollendurchmesser ab. Gängige Rollen enthalten je nach Etikettenformat mehrere Hundert bis über tausend Etiketten. Genaue Stückzahlen beim Hersteller anfragen.
Welche Rollenkerne sind bei Thermodirektetiketten standard?
Die gängigsten Rollenkerne sind 25,40 mm (1 Zoll) für Desktop-Drucker und 76 mm (3 Zoll) für Industriedrucker. Stets die Anforderungen Ihres Druckers prüfen.